Erfahrungsbericht bei E-Bay gekaufte Fritz!Box 6490 an Unitymedia Anschluss

frtz!box 6490

Ich hatte mir bereits vor einiger Zeit bei E-Bay eine gebrauchte Fritz!Box 6490 zugelegt, die ich dann als alleiniges Gerät nutzen wollte, sobald zum 01.08.2016 endlich das Ende des Routerzwangs kommen würde. Die Box stammte laut Verkäufer aus einer Firmen-Insolvenz und da der Verkäufer mehr als 100 Stück anbot, ging ich davon aus, dass es sich nicht um Miet-Geräte handelte, die eigentlich einem Kabel-Provider gehören.

Die Fritz!Box selbst war in tadellosem Zustand und sah eher nach einem Neu-Gerät aus (auch in Bezug auf die Verpackung). Alldings war zunächst ein Kabel-Provider Branding vorhanden, dass dazu führte, dass einige Optionen im Web-Interface nicht vorhanden waren.

Insofern machte ich mich zunächst auf die Suche, um herauszufinden, wie man dieses Branding entfernen kann und ich wurde auch relativ schnell auf folgender Seite fündig: http://www.ip-phone-forum.de/showthread.php?t=274859.

Man musste hierzu nur kurz nach dem Start der Fritz!Box per FTP connecten (Username und Passwort “adam2”), dann den Befehl “quote SETENV firmware_version avm” ausführen, neu starten und zuletzt auf Werkseinstellungen zurücksetzen. Anschließend erschien auch direkt das Web-Interface mit allen Optionen, sodass ich soweit zufrieden war. Einziges Problem war weiterhin, dass es keine Option im Web-Interface für Firmware-Updates gab. Laut Hinweis sollten Firmware-Updates direkt vom Kabelnetz-Provider bezogen werden.

Die Box selbst betrieb ich bis zum 01.08. zunächst als reinen Router hinter meinem Unity-Media Motorola Kabelmodem, was tadellos funktionierte. An diesem Tag rief ich dann beim Unitymedia-Support an, um im Zuge der Routerfreiheit meine eigene Fritz!Box direkt nutzen zu können.

Die Provisionierung der Box mit Hilfe der Übermittlung der CM MAC Adresse funktionierte seitens Unitymedia jedoch leider nicht direkt und die Dame musste das Thema an den Support weitergeben, mit der Entschuldigung, dass dieser Prozess noch sehr neu wäre (was ja korrekt war).

Nach drei Tagen funktionierte dann Mittags plötzlich das Internet nicht mehr über das Motorola Kabelmodem und ich erhielt eine SMS, dass meine Produkte nun aktiviert wurden. Leider funktionierte jedoch auch die Fritz!Box nicht am Kabelanschluss. Es wurde zwar eine Verbindung angezeigt, jedoch wurden keine Pakete empfangen oder gesendet.

Dementsprechend rief ich erneut bei Unitymedia an. Der Herr der diesmal an der Leitung war, war zunächst etwas unkooperativ und meinte, dass eine bei E-Bay gekaufte Fritz!Box 6490 gar nicht funktionieren würde (er hatte gefragt, wo ich die Box her hatte und ob ein Branding vorhanden wäre, was ich wahrheitsgemäß beantwortete). Ich ließ mich jedoch nicht abwimmeln, unter anderem, da er auch nicht beantworten konnte, weshalb eine deraritge Box, auf AVM Branding umgestellt, nicht funktionieren sollte.

Nach einigem Hin und Her ließ er sich darauf ein, nochmals die eingetragene MAC Adresse zu überprüfen und siehe da – es war einfach eine falsche MAC Adresse eingetragen worden. Dementsprechend gab er einen Service-Auftrag weiter, dass die MAC Adresse geändert werden solle. Einen genauen Zeitpunkt konnte er aber nicht versprechen.

Nach drei weiteren Tagen, die ich über Smartphone WifiHotspot Internet bezog, funktionierte dann das Internet endlich problemlos mit der Fritz!Box 6490. Also war meine Annahme korrekt, dass die Fritz!Box in dieser Form durchaus problemlos funktioniert. Einziges Manko war weiterhin, dass es keine Option zur Aktualisierung der Firmware im Web-Interface gab und somit eine eigentlich nicht aktuelle Firmware auf dem Gerät war (6.31).

Gestern stolperte ich dann über folgenden Thread im IP-Phone-Forum. Im Post #83 wird beschrieben, wie man zumindest bei etwas älteren Firmware Versionen über einen Trick eine neue Firmware einspielen kann (es wird beschrieben, wie man Telnet aktivieren kann – man kann aber auch einfach eine Firmware Datei einspielen). Weiter hinten im gleichen Thread wird dann auch ein Link zur aktuellen Firmware für die Fritz!Box 6490 genannt (Post #454).

Insofern war ich so risikobereit, es einfach auszuprobieren und dieses Firmware Image über den Trick über das Web-Interface einzuspielen. Und siehe da – es funktionierte! Das Firmware Image wurde akzeptiert und installiert und die Box lief ab sofort mit Firmware Version 6.62 – und das jetzt inklusive des neuen Web-Interfaces und der Update Möglichkeit direkt über das Web-Interface. Also quasi wie die im Laden gekaufte Fritz!Box 6490. Auch die Provisionierung durch Unitymedia funktioniert weiterhin und das Internet läuft problemlos.

Nichtsdestotrotz gibt es keine Garantie, dass das immer in dieser Form funktioniert und dementsprechend soll das hier keine Aufforderung sein, die Fritz!Box 6490 auf diese Art zu aktualisieren. Wenn ihr das ebenfalls durchführt, dann auf eigenes Risiko. Im IP-Phone Forum gibt es auch Hinweise, dass das nicht immer so gut klappt – beispielsweise wenn aufgrund einer älteren Box Version irgendwelche Zertifikate fehlen. Insofern auch besser nochmals den kompletten Thread lesen, auch in Bezug auf ein mögliches Roll-Back, wenn nichts mehr funktioniert.

Ansonsten hat Unitymedia übrigens nach der Freischaltung der eigenen Fritz!Box auch nach kurzer Zeit die VoIP / SIP Zugangsdaten im Web-Interface der Unitymedia Webseite angezeigt, sodass man diese ebenfalls problemlos nutzen kann.

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Wechsel zu WinSIM – Erster Erfahrungsbericht

WinSIM Logo

Nach nun rund dreieinhalb Jahren, in denen ich die Mobilfunk-Dienste von Congstar, dem Low-Cost Anbieter der Teleokom in Anspruch genommen habe (Congstar Surf Flat M Flex Post-Paid mit 1 GB Flat bei auf 7,2MBit gedrosselter LTE Geschwindigkeit, 9ct pro SMS bzw. Minute für rund 12€ im Monat mit monatlicher Kündigungsmöglichkeit), habe ich mich im letzten Monat entschieden, den Anbieter zu wechseln, da ich ein aus meiner Sicht aktuell relativ unschlagbares Angebot im Netz gefunden hatte. Der Anbieter WinSIM (Drillisch) bot ein Aktionsangebot für eine monatlich kündbare Allnet-Flat inklusive SMS Flat und 2GB Daten bei 43Mbit LTE für nur 9,95€ – das günstigste Allnet Flat angebot, dass ich bisher gesehen habe.

Somit kündigte ich meinen alten Vertrag und schloss bei WinSIM einen entsprechenden Vertrag ab, was problemlos von Statten ging – auch in Bezug auf die Mitnahme der bisherigen Rufnummer. Die neue WinSIM SIM-Karte wurde schnell zugstellt und auch das Online-Portal für die Vertragsübersicht und die Vertrags-Optionen ist aus meiner Sicht recht überlich gestaltet und wirkt seriös. Das Telefonieren und Surfen über WinSIM funktionierte pünktlich zum Datum der Rufnummern-Mitnahme, sodass ich hier mit dem Service zufrieden bin.

Einzige Nachteile bzw. zu beachtende Punkte bei WinSIM sind folgende:

WinSIM nutzt das E-Plus bzw. O2 Netz (diese Netze wurden ja vor einiger Zeit zusammengelegt). In großen Städten gibt es eigentlich keinerlei Abdeckungsprobleme und LTE funktioniert sehr gut. Hier sehe ich keinerlei Probleme oder Nachteile. In dünner besiedelten Gegenden und auch bei Zugfahrten würde ich aber sagen, dass das Netz nicht so gut ist wie vergleichsweise das der Telekom (was wahrscheinlich nicht zuletzt auch an der höheren Sendeleistung bzw. der besseren Zellengröße von D-Netzen liegt).

Ansonsten gibt es bei WinSIM noch die nicht deaktivierbare Eigenschaft, dass, sobald das Datenvolumen von 2GB aufgebraucht ist, automatisch bis zu drei Mal 100MB zusätzlich hinzugebucht werden, was jeweils mit 2€ zu Buche schlägt. Erst dann wird die Datenrate gedrosselt und man surft ohne zusätzliche Kosten bei gedrosselter Geschwindigkeit weiter. Für mich stellt dies allerdings kein Problem dar, da ich einfach auf meinem Smartphone eine Warnung bei 1,6GB Datenvolumen aktiviere und dann eine Deaktivierung der mobilen Daten bei sicherheitshalber 1,9GB. Die automatischen zusätzlichen Datenpakete sind zwar aus meiner Sicht keine wirkliche Kostenfalle – dennoch sehe ich diese Option eher negativ.

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Neuer Analytics Bereich meiner Webseite

Seit kurzem gibt es auf meiner normalen Webseite (nicht auf dem Blog) einen neuen Bereich zum Thema Google Analytics. Ich habe beruflich aktuell sehr viel mit dem Thema Google Analytics, Google Tag Manager (GTM), dem Tracking von Webseiten und Apps im Allgemeinen und natürlich auch der Datenanalyse (BigData, Statistik, Machine Learning, etc.) zu tun. Ich werde hier von Zeit zu Zeit Informationen und Lösungen zu Analytics Themen publizieren.

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Samsung Galaxy S6 – Mein erstes Android Gerät

Samsung Galaxy S6

Es ist nun mehr als 3 Jahre her, dass ich mir ein Lumia 920 gekauft hatte, mit dem ich bis heute eigentlich recht zufrieden war. Für die damalige Zeit hatte es eine hervorragende Kamera, eine gute Akku Laufzeit und auch Windows Phone mit dem damaligen USP der sehr guten weltweiten offline nutzbaren Karten und Navigation war für mich eine sehr gute Wahl.

Nach dieser doch sehr langen Zeit habe ich mich entschieden, mal wieder etwas neues auszuprobieren – unter anderem, da das neue Windows Mobile sich nicht schnell genug und auch nicht so wirklich in die Richtung entwickelt, in der ich es gerne gesehen hätte (gerade in Bezug auf Karten – die Here Maps Applikation ist bei iOS und Android mittlerweile besser als bei Windows Phone bzw. fehlt sie bei der Windows Mobile 10 vollständig).

Nach kurzem umschauen, was es so am Markt gibt, entschied ich mich sehr schnell für das Samsung Galaxy S6. Nicht nur, da ich dann nach iOS und Windows Phone endlich auch mal ein Android Gerät ausprobieren kann, sondern auch, da es aus meiner Sicht aktuell das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet (gerade wenn man es als Neu-Gerät aus einer Vertragsverlängerung über Ebay-Kleinanzeigen kauft). Abgesehen davon ist es im Vergleich der Features (Display, Akku-Laufzeit, Kamera, Prozessor), soweit ich beurteilen, kann das Spitzenmodell, das es zur Zeit am Markt gibt.

Der erste Eindruck des Gerätes ist aus meiner Sicht hervorragend: gute Verarbeitung, ein Display, das Seinesgleichen sucht und auch von Android bin ich bisher positiv angetan (gerade als ansonsten Google kritischer Mensch).

Im direkten Vergleich zu meinem vorherigen Lumia 920 und dem iPhone 4s, das ich davor besaß, ist das Samsung Galaxy S6 jedenfalls Generationen weiter, was natürlich auch daran liegt, dass mittlerweile schon wieder drei Jahre vergangen sind. In Bezug auf Android haben sich glaube ich auch einige Dinge zum Positiven verändert, die zu Anfang gegen dieses System sprachen.

In jedem Fall werde ich mir auch mal die von Google bereitgestellte Android Studio Entwicklungsumgebung ansehen und vielleicht die ein oder andere App programmieren.

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Comdirect Visa Karte – Gebühren bei Bargeld im Ausland

Bei einem vor kurzem erfolgten Aufenthalt in den USA wollte ich auch die von der Comdirect Bank ausgewiesene Möglichkeit nutzen, mit meiner Visa Karte weltweit kostenlos Bargeld zu beziehen. Dies soll laut Angaben der Comdirect überall dort möglich sein, wo am betreffenden Geldautomaten das Visa Logo prangt.

Bei dem Versuch Geld an einem derartigen Automaten in Kalifornien abzuheben (Bank of America bzw. auch bei der Citibank) war ich jedoch überrascht, dass mir direkt während des Abhebe-Vorgangs angezeigt wurde, dass für die Abhebung eine Gebühr von jeweils $3 berechnet würde.

Nach meiner Rückkehr nach Deutschland wendete ich mich per online Kontaktformular direkt an den Support der Comdirect Bank, um zu klären, was es denn mit dieser Gebühr auf sich hätte bzw. bat ich um Rückerstattung der angefallenen Gebühren, da ein weltweiter kostenloser Bargeld-Bezug in den Bedingungen der Comdirect Bank versprochen wurde.

Zu meinem Erstaunen reagierte der Support der Comdirect Bank auf meine Anfrage sehr vorbildlich und gut. Bereits wenige Stunden nach meiner Anfrage erhielt ich einen Anruf einer Comdirect Mitarbeiterin, die mir erklärte, dass bedauerlicherweise einige internationale Banken eigene Gebühren für die Abhebung berechnen würden. Diese würden mir aber umgehend von der Comdirect Bank erstattet. Tatsächlich wurden die angefallenen Gebühren bereits im Laufe des gleichen Tages (!) auf meinem Konto gutgeschrieben. Ich muss sagen, dass ich die Comdirect Bank in diesem Fall für ihren Service nur sehr loben und empfehlen kann. Das Versprechen der Weltweiten kostenlosen Bargeld-Abhebung mit der Visa Karte wird von der Bank eingehalten.

Ansonsten zeigt sich aber mal wieder, dass man sich nicht einfach mit allem abfinden sollte und entsprechende Probleme auch immer reklamieren sollte.

Ansonsten hat sich in den USA im Übrigen auch wieder die kostenlose Mastercard der Advanzia Bank gelohnt, bei der bei weltweiten Zahlungen auch bei Fremdwährungen keinerlei Gebühren anfallen. Bei dieser kostenlosen Kreditkarte muss man nur vorsichtig sein, immer alle angefallenen Beträge direkt nach der monatlichen Rechnungsstellung zu begleichen, um horrende Zinsgebühren zu vermeiden. Außerdem sollte die Kreditkarte der Advanzia Bank im Gegensatz zur Comdirekt Visa niemals für Bargeld-Abhebungen verwendet werden (wie im Test Advanzia Gold Kreditkarte Blog Beitrag beschrieben).

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