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Microsoft zeigt Xbox One

Xbox One
Microsoft präsentierte heute seine neue Spielkonsole mit dem Namen Xbox One. Mit dem neuen Modell löst Microsoft die alte Xbox 360 ab, die bereits seit 8 Jahren (!) recht erfolgreich am Markt positioniert ist. Die neue Xbox One Spielkonsole zeigt hierbei einige Neuerungen, die dazu verhelfen sollen, die Wohnzimmer der Konsumenten und Spielefreaks zu erobern.

Insgesamt gesehen steht die Xbox One unter dem Motto “All in one”: sie soll nicht nur als Spielkonsole dienen sondern gleichzeitig auch das Multimediazentrum im Wohnzimmer werden. Hierzu wird die Konsole quasi als Set-Top-Box über einen HDMI Eingang an den Fernseher angeschlossen. Anschließend kann man dann beispielsweise die Sender per Sprachsteuerung umschalten oder auch zwischen Spiel und TV Programm wechseln. Ebenfalls unterstützt wird eine Bild-im-Bild Funktion, die es zum Beispiel erlaubt im Internet Explorer ein Video abzuspielen, während das “normale” TV Bild weiterhin sichtbar ist.

Interessant ist außerdem die Tatsache, dass die Xbox One auch Sprachkommandos im Standby Modus versteht. So lässt sich die Konsole beispielsweise per Spachkommando einschalten, wobei die Xbox One den Nutzer an der Stimme erkennt und automatisch anmeldet.

Spezifikation und Fakten zur Xbox One:

  • CPU mit acht Kernen
  • 8 GB RAM
  • 500 GB Festplatte
  • Blu-Ray Laufwerk
  • W-LAN 802.11n
  • HDMI In/Out
  • USB 3.0
  • Spracherkennung (auch im Standby-Modus)
  • Kein Online-Zwang

Microsoft wird sicherlich einiges an Geld und Werbung investieren, damit die Xbox One genauso erfolgreich wird, wie die bisherige Xbox 360. Hierbei sind bereits einige Spiele angekündigt, die zunächst als Exklusiv-Titel für die Xbox One erscheinen sollen.

Bleibt abzuwarten, was Sony mit seiner Playstation 4 als wahrscheinlich größte Konkurrenz am Markt herausbringt und wie sich beide Systeme bei den Spielern und Konsumenten schlagen.

Update:
Erste Kommentare zur vorgestellten Xbox One gehen vor allem auf die Datensicherheit und die Privatsphäre der Spieler bzw. der Nutzer ein. Zurecht wird angebracht, dass die dauerhaft aktive Spracherkennung bzw. auch die wahrscheinlich dauerhaft aktivierte Kamera zum “Ausspionieren” des Nutzers geeignet ist. Auch wenn die Xbox One nicht dauerhaft online sein muss, können diese Sensoren für diverse Zwecke verwendet werden, die nicht im Sinne des Nutzers sein könnten. Gerade im Zusammenspiel mit der Set-Top-Box Funktionalität könnte zum Beispiel das Nutzerverhalten beim Betrachten von Fernsehwerbung analysiert werden (betrachtet der Nutzer die auf dem Bildschirm gezeigte Werbung oder nicht). Hierzu müsste man natürlich die Microsoft Datenschutz-Richtlinien zur Xbox One genauer betrachten.