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Wechsel zu WinSIM – Erster Erfahrungsbericht

WinSIM Logo

Nach nun rund dreieinhalb Jahren, in denen ich die Mobilfunk-Dienste von Congstar, dem Low-Cost Anbieter der Teleokom in Anspruch genommen habe (Congstar Surf Flat M Flex Post-Paid mit 1 GB Flat bei auf 7,2MBit gedrosselter LTE Geschwindigkeit, 9ct pro SMS bzw. Minute für rund 12€ im Monat mit monatlicher Kündigungsmöglichkeit), habe ich mich im letzten Monat entschieden, den Anbieter zu wechseln, da ich ein aus meiner Sicht aktuell relativ unschlagbares Angebot im Netz gefunden hatte. Der Anbieter WinSIM (Drillisch) bot ein Aktionsangebot für eine monatlich kündbare Allnet-Flat inklusive SMS Flat und 2GB Daten bei 43Mbit LTE für nur 9,95€ – das günstigste Allnet Flat angebot, dass ich bisher gesehen habe.

Somit kündigte ich meinen alten Vertrag und schloss bei WinSIM einen entsprechenden Vertrag ab, was problemlos von Statten ging – auch in Bezug auf die Mitnahme der bisherigen Rufnummer. Die neue WinSIM SIM-Karte wurde schnell zugstellt und auch das Online-Portal für die Vertragsübersicht und die Vertrags-Optionen ist aus meiner Sicht recht überlich gestaltet und wirkt seriös. Das Telefonieren und Surfen über WinSIM funktionierte pünktlich zum Datum der Rufnummern-Mitnahme, sodass ich hier mit dem Service zufrieden bin.

Einzige Nachteile bzw. zu beachtende Punkte bei WinSIM sind folgende:

WinSIM nutzt das E-Plus bzw. O2 Netz (diese Netze wurden ja vor einiger Zeit zusammengelegt). In großen Städten gibt es eigentlich keinerlei Abdeckungsprobleme und LTE funktioniert sehr gut. Hier sehe ich keinerlei Probleme oder Nachteile. In dünner besiedelten Gegenden und auch bei Zugfahrten würde ich aber sagen, dass das Netz nicht so gut ist wie vergleichsweise das der Telekom (was wahrscheinlich nicht zuletzt auch an der höheren Sendeleistung bzw. der besseren Zellengröße von D-Netzen liegt).

Ansonsten gibt es bei WinSIM noch die nicht deaktivierbare Eigenschaft, dass, sobald das Datenvolumen von 2GB aufgebraucht ist, automatisch bis zu drei Mal 100MB zusätzlich hinzugebucht werden, was jeweils mit 2€ zu Buche schlägt. Erst dann wird die Datenrate gedrosselt und man surft ohne zusätzliche Kosten bei gedrosselter Geschwindigkeit weiter. Für mich stellt dies allerdings kein Problem dar, da ich einfach auf meinem Smartphone eine Warnung bei 1,6GB Datenvolumen aktiviere und dann eine Deaktivierung der mobilen Daten bei sicherheitshalber 1,9GB. Die automatischen zusätzlichen Datenpakete sind zwar aus meiner Sicht keine wirkliche Kostenfalle – dennoch sehe ich diese Option eher negativ.

LTE bei Congstar

Wie komme ich bei Congstar in den Genuss, LTE zu nutzen? – Diese Frage stellte ich mir bereits seit letzten Herbst, dem Zeitpunkt an dem ich mein iPhone 4s gegen ein Nokia Lumia 920 eingetauscht hatte (eine Entscheidung die ich übrigens nicht im Geringsten bereue).

Congstar Logo
LTE Logo

In den letzen Jahren hatte ich eigentlich immer nur Prepaid Mobilfunk-Tarife in Verbindung mit einer Daten-Flatrate-Option genutzt – zunächst bei FYVE, später bei Congstar – da ich der Meinung bin, dass Prepaid Tarife in den meisten Fällen die bessere Lösung im Vergleich zu einem “echten” Mobilfunk-Vertrag darstellen.

Mit meinem Congstar Prepaid Tarif inklusive der 1 GB Daten-Option war ich bisher auch immer sehr zufrieden – bis eben auf die Tatsache, dass bisher bei Congstar im Prepaid Bereich kein LTE genutzt werden kann. Es gibt zwar einige Hinweise darauf, dass Congstar im Laufe des Jahres auch für Prepaid Kunden LTE freischalten wird – eine definitive Bestätigung hierfür von offizieller Seite gibt es jedoch nicht.

Es gibt aber eine sehr gute Alternative, die es durchaus erlaubt, Congstar mit LTE zu nutzen und das sogar zum exakt gleichen Preis: die Congstar Post-Paid Mobilfunk-Tarife! Post-Paid hat hierbei wirklich nur die Bedeutung, dass die Kosten am Ende des Monats vom Konto abgebucht werden. Ansonsten gibt es, sofern man die richtige Option bei der Bestellung auswählt, keinerlei Mindestlaufzeit und die Kündigung kann mit einer Frist von zwei Wochen zum Monatsende erfolgen. Idealerweise bietet Congstar auch die Möglichkeit einer kostenlosen Umstellung einer Prepaid Karte auf Post-Paid, wobei natürlich die Mobilfunk-Rufnummer beibehalten wird.

Jedenfalls entschied ich mich für diese Option und heute, knapp zweieinhalb Wochen nach der Beantragung der Umstellung, traf auch tatsächlich eine E-Mail und eine SMS ein, dass die Vertragsumstellung durchgeführt wurde (zwischenzeitlich musste meine Identität noch per DHL PostIdent festgestellt werden).

Ergebnis: Knapp 3 Minuten nach Erhalt der SMS bezüglich der Umstellung von Pre- auf Post-Paid buchte sich mein Nokia Lumia 920 ins LTE Netz ein! Ich kann also bestätigen, dass LTE mit Congstar Post-Paid Verträgen genutzt werden kann – und das ohne große Umstände oder Mehrkosten meinerseits. Dementsprechend kann ich diese Lösung aus meiner Sicht durchaus empfehlen.

Einziges Manko für Speed-Junkies dürfte die Tatsache sein, dass LTE bei Congstar auf 7,2 MBit/s gedrosselt ist (bisher noch nicht von mir verifiziert). Aus meiner Sicht ist dies aber nicht tragisch, da ich hauptsächlich auf die gute Latenz und die konstant bessere Verbindung bei LTE Wert lege. Gespannt bin ich in jedem Fall auf die LTE Verbindung beim Reisen zum Beispiel mit der Bahn…